Funk und Alarmierung
Alarmierung
Jeder Einsatz beginnt zunächst mit dem entsprechenden Notruf und der darauf folgenden Alarmierung.
Über den bundeseinheitlichen NOTRUF 112 werden Sie automatisch mit der zuständigen Rettungs- und Feuerwehrleitstelle verbunden.
Im Falle der Gemeinde Virneburg ist dies die integrierte Leitstelle in Koblenz. Von dort aus werden alle Feuerwehren und der Rettungsdienst
im Landkreis Mayen-Koblenz alarmiert und disponiert.
Nachdem der Einsatzsachbearbeiter auf der Leitstelle alle relevanten Daten aufgenommen hat, alarmiert er die zuständige Feuerwehr
bzw. den Rettungsdienst. Die Alarmierung erfolgt bei kleineren Schadenslagen mittels Funkmeldeempfänger. Auch "Piepser" genannt.
Diese Art der Alarmierung nennt man die "stille Alarmierung". Still deshalb, weil der Alarm nur von einzelnen Feuerwehrangehörigen
empfangen wird und nur diese den Piepston hören. Der Rest der Bevölkerung kann ruhig weiterschlafen!
Bei zumeist größeren Ereignissen wird zusätzlich zu den Funkmeldeempfängern auch noch Sirenenalarm ausgelöst. Dies ist dann keine
"stille Alarmierung" mehr.
Funkverkehr
Der Kontakt zwischen Feuerwehr und Leitstelle wird über Funkgeräte im 4m Band hergestellt. Jedes Fahrzeug verfügt über ein solches Funkgerät.
Auch von Fahrzeug zu Fahrzeug wird i.d.R. über diese Funkgeräte gesprochen.
Vor Ort an der Einsatzstelle kommen tragbare Funkgeräte im 2m Band zum Einsatz. Diese Funkgeräte dienen ausschließlich der
Kommunikation untereinander.
Der gesamte Funkverkehr unterliegt einer gewissen Syntax. Das heißt, dass sich an Sprachregeln gehalten werden muss und nicht jeder
einfach drauf los reden kann. Dies ist nötig, um auch bei größeren Schadenslagen mit hohem Funkverkehrsaufkommen eine geordnete Kommunikation
zu ermöglichen.
Digitalfunk
2007 konnte die jahrelange Debatte um die Einführung des Digitalfunks für die BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben)
in Deutschland beendet werden. Die Bundesrepublik gab den Auftrag, bis zum Jahre 2010 in Deutschland ein flächendeckendes digitales Funknetz aufzubauen.
Der Digitalfunk bietet gegenüber dem "veralteten" Analogfunk viele Verbesserungen: Er zeichnet sich durch eine deutlich bessere
Sprachübertragung und -qualität, sowie durch Abhörsicherheit und
die Möglichkeit mehrere "Funkgruppen" zu bilden, wodurch nicht der gesamte Kreis bei parallelen Einsätzen auf dem gleichen Kanal funken muss, aus.
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