Kategorie: Übungen

30.10.2010 - Großübung der Feuerwehr auf der Blumerather Heide

In einer realitätsnahen Übung bekämpften am Samstag, 30. Oktober 2010 auf der Blumerather Heide bei Virneburg rund 100 Einsatzkräfte aus der Verbandsgemeinde Vordereifel - unterstützt durch das Tanklöschfahrzeug 20/40-SL der Feuerwehr Mayen - einen angenommenen Waldbrand.

Um 14.30 Uhr fanden sich die 17 Fahrzeuge der an der Großübung beteiligten Feuerwehren aus Baar, Boos, Ettringen, Herresbach, Kottenheim, Langenfeld, Luxem, Nachtsheim, Virneburg, Weiler und Mayen im Bereitstellungsraum ein. Hier wurden die jeweiligen Gruppenführer von Wehrleiter Hermann-Josef Schmitt sowie den beiden Abschnittsleitern Peter Ott und Jürgen Theisen über das Übungsszenario wie folgt informiert:


Mehrere Tanklöschfahrzeuge wurden bei der Übung
im Pendelverkehr eingesetzt, damit dem Löschangriff
nicht das Wasser ausging.

Aufgrund der Bauart der neuen Löschfahrzeuge ist ein Befahren der engen Waldwege nur noch sehr eingeschränkt möglich. Um mögliche Beschädigungen an den Fahrzeugen bzw. deren Aufbauten zu verhindern, sieht die neue Konzeption das Aufstellen von Faltbehältern auf Freiflächen vor. Die Behältnisse werden über eine entsprechende Füllleitung vom öffentlichen Wasserversorgungsnetz bzw. von den wasserführenden (Tank-) Löschfahrzeugen mit Wasser gefüllt. Von hier aus erfolgt eine Wasserförderung mittels Tragkraftspritzen über B-Leitungen bis zum Brandherd.

Bei der Großübung auf der Blumerather Heide wurde im Einsatzabschnitt 2 unter Leitung des stellvertretenden Wehrleiters Peter Ott ein bei der Feuerwehr Ettringen stationierter Faltbehälter mit einem Fassungsvolumen von 3.000 Litern für den Pendelverkehr der wasserführenden Fahrzeuge eingesetzt.

Im Einsatzabschnitt 1 wurde unter Leitung des örtlichen Wehrführers Jürgen Theisen ein bei der Feuerwehr Kottenheim stationierter Faltbehälter mit einem Fassungsvolumen von 5.000 Litern mittels B-Leitung mit Löschwasser versorgt.

Im Laufe der Übung stellte sich heraus, dass die Einspeisung aus dem öffentlichen Leitungsnetz sich beim Einsatz von mehr als 6 C-Strahlrohren und gleichzeitiger Befüllung der wasserführenden Fahrzeuge als nicht ausreichend erweist. Dies wurde bereits während der Übung mit dem anwesenden Vertreter des Wasserversorgungs-Zweckverbandes "Maifeld-Eifel" erörtert und nach Lösungen gesucht.


Über einen Kilometer lang war die Schlauchleitung,
die zum Wasserversorgungsnetz gelegt wurde.

Knapp drei Stunden nach Übungsbeginn und inzwischen einsetzendem Regen hatten die Einsatzkräfte die gedachten Flammen allesamt gelöscht und der Einsatzleiter Hermann-Josef Schmitt verkündete per Funk die Meldung "Feuer aus". Sein Fazit der Übung lautete: "Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte hat vorbildlich funktioniert. Für den Ernstfall haben wir jedoch wichtige Erkenntnisse gewonnen. Wir wissen nun, dass für den Pendelverkehr auf ein anderes, weiter entferntes Wasserversorgungsnetz zurückgegriffen werden muss. Durch den Einsatz weiterer Tanklöschfahrzeuge ist dann eine unterbrechungsfreie Löschwasserabgabe aus den Behältern gewährleistet", so der Einsatzleiter.

Den Worten des Einsatzleiters folgte die "Übungskritik" der Abschnittsleiter Peter Ott und Jürgen Theisen, bevor der 1. Beigeordnete der Verbandgemeinde Vordereifel, Alfred Schomisch, sich bei den Einsatzkräften für die geleistete Arbeit bedankte.

Den Übungsverlauf verfolgten neben einigen interessierten Zuschauern (darunter auch der stv. Wehrleiter der Feuerwehr Mayen, Andreas Faber) und Wanderern auch die Ortsbürgermeister Herbert Pung aus Virneburg, Heribert Hänzgen aus Baar und Hermann-Josef Schäfer aus Herresbach.

Im Anschluss an die Übung trafen sich die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Virneburg, um sich mit Essen und Trinken wieder zu stärken.